Impressionen Unterneukirchen in Oberbayern

Bericht vom 11. Februar 2016

 

Bauanträge

Bauantrag zur Errichtung eines Bürogebäudes mit 2 Wohneinheiten und 2 Garagen auf dem Grundstück Rosenweg 1
Nachdem die Nachbarn *** gegen das Bauvorhaben schriftliche Einwände vorbrachten, wurde der Bauantrag in der letzten GR-Sitzung am 21.01.2016 im nicht öffentlichen Teil behandelt.
Zur Gemeinderatssitzung war Frau Architektin *** geladen, die zu den Einzelpunkten entsprechend Stellung bezog.
Der Gemeinde liegt nunmehr ein geänderter Eingabeplan vor. Folgende Änderungen wurden vorgenommen:
Traufwandhöhe Bürogebäude:
Das Gebäude wird nun auf Straßenniveau gesetzt, um barrierefrei in das Büro zu gelangen. Die Traufwandhöhe beträgt jetzt 6,20 m und ist damit mit der Vorgabe der Bauhöhe im Bebauungsplan konform, einer Befreiung bedarf es daher nicht mehr.
Dachterrasse:
Der Bauherr erklärte sich bereit, auf Wunsch des Nachbarn, statt dem geplanten Balkongeländer eine Sichtschutzwand in 2,00 m Höhe zu errichten. Die Sichtschutzwand ist im geänderten Eingabeplan eingezeichnet.
Stellplätze:
Der Stellplatz Nr. 3 wurde um 1,50 m  in Richtung Westen verschoben. Außerdem wurden die Stellplätze Nr. 1 und 2 ebenfalls im Westen angeordnet.
Zur bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit:
Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des rechtskräftigen Bebauungsplanes Nr. 12 „Ortszentrum“ und beurteilt sich nach der Vorschrift des § 30 BauGB.
Folgende Befreiungen gemäß § 31 Abs. 2 BauGB wurden vom Bauherrn beantragt:
Baugrenzenüberschreitung:
Die Baugrenzen werden im Süden und Osten durch das Wohngebäude und im Westen durch die Garagen überschritten.
Garagendachnutzung:
Als Dachform für die Garagen wurde ein Flachdach gewählt, da dieses als Dachterrasse genutzt werden soll. Hierfür wurde eine Befreiung bezüglich der Dachform und der Dachneigung beantragt.
Der GR stellt fest, dass auch im Norden ein entsprechender Sichtschutz vorgesehen werden soll.
Überschreitung der GRZ um 6 m²:
Hier wurde eine Ausnahme gemäß § 31 Abs. 1 BauGB beantragt.
Stellplatznachweis:
Das Bauvorhaben löst folgenden Stellplatzbedarf aus:
Wohnnutzung:
Gem. Ziffer. 1.1 der Anlage zu § 5 gemeindl. Stellplatzsatzung:
(je WE bis 156 m² Nettowohnfläche 1,5 Stellplätze) – ergibt bei 2 WE:  3 Stellplätze
Büro- und Verwaltungsräume:
Gem. Ziffer. 2.1 der Anlage zu § 5 gemeindl. Stellplatzsatzung:
(je 20 m² Nettonutzfl. 1 Stellplatz) - ergibt bei 107,40 m² Nettonutzfl.     5 Stellplätze
Stellplatzbedarf GESAMT:                                                                  8 Stellplätze
Wie dem geänderten Eingabeplan zu entnehmen ist, können auf dem Baugrundstück 10 Stellplätze nachgewiesen werden.
Der Gemeinderat erteilt sein Einvernehmen zu den beantragten Befreiungen und zum Bauvorhaben.


Tekturplan zu BV-Nr. 321/2014 zum Neubau eines Hotels auf dem Grundstück Tüsslinger Straße 1
Zur bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit:
Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des rechtskräftigen Bebauungsplanes Nr. 5 „Gewerbe- und Mischgebiet West“ – 6. Vereinfachte Änderung - und beurteilt sich nach der Vorschrift des § 30 BauGB.
Folgende Befreiungen gemäß § 31 Abs. 2 BauGB wurden vom Bauherrn beantragt:
Traufwandhöhe:
Die tatsächliche Traufwandhöhe beträgt 9,51 m anstatt der max. zulässigen 9,20 m.
Baugrenzenüberschreitung durch den zusätzlich errichteten Eingangsbereich:
Der zusätzlich errichtete Eingangsbereich in Holzbauweise liegt zur Gänze außerhalb der festgesetzten Baugrenzen.
Abweichung von den Abstandsflächen:
Durch die Erhöhung des Gebäudes werden die erforderlichen Abstandsflächen nicht mehr eingehalten. Der Bauherr beantragt hier deshalb eine entsprechende Abweichung nach Art. 63 BayBO.
Hinweis hierzu:
Die Einhaltung der Abstandsflächen werden im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens von der Bauaufsichtsbehörde überprüft.
Der Gemeinderat erteilt sein Einvernehmen zum Vorhaben.


Sonstiges nach Anfall


Initiative "BayernWLAN"
Das Bay. Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat
ist mit der Umsetzung des Ziels betraut, bis 2020 in sämtlichen Kommunen an 5000 Standorten in ganz Bayern kostenfreies WLAN anbieten zu können. Der Freistaat stellt hierzu 10 Millionen Euro zur Verfügung.
Mit der Initiative BayernWLAN finanziert der Freistaat jeder Kommune die Ersteinrichtung von Hotspots an zwei Standorten. Die Betriebskosten zahlt die Kommune. Koordiniert wird die Umsetzung vom BayernWLAN-Zentrum in Straubing.
Die Gemeinde wird wohl einen Standort benennen, war das erste Resümee zu dieser Initiative.